Über mich
Mein Weg in die Begegnung.
Mein Weg - vom Singen zur Begegnung
Seit sehr vielen Jahren begleite ich Menschen in meiner Gesangsschule über das Singen in ihrer eigenen Stimmentwicklung. Da ich einen ganzheitlichen Ansatz verfolge, war meine Arbeit immer auch ein Raum, in dem die eigene Entwicklung, die Potenzialentfaltung und die Selbstbegegnung einen großen Stellenwert hatten.
Über die vielen Jahre der Einzelbegleitung mit meinen Gesangsschülerinnen und Gesangsschülern hat sich ein grosser Erfahrungsschatz angesammelt. Ich durfte Menschen unterschiedlichen Alters und in verschiedensten Lebenslagen über längere Prozesse begleiten und mit ihnen einen jeweils eigenen Weg gehen. Dabei bin auch ich selbst im Kontakt mit meinen Schülern gereift und gewachsen. Wir haben uns gegenseitig einen wertvollen Dienst erwiesen und vor allem einen Raum für Entwicklung und Wachstum ermöglicht.
Über die Jahre ist in mir immer stärker der Wunsch entstanden, diese Bewusstheitsräume, diese Begegnungsräume und dieses wirkliche Sich-Sehen auch ausserhalb des Singens zu öffnen. Nun fühlt es sich für mich so an, als sei die Zeit dafür reif.
Über die Jahre ist in mir immer stärker der Wunsch entstanden, diese Begegnungsräume auch ausserhalb des Singens zu öffnen.
- Deborah Betschart
Lebensstrom und innere Erfahrung
Im Singen gibt es etwas, das „Inhalare la voce“ genannt wird – das Einatmen der Stimme. Damit habe ich mich über lange Zeit intensiv beschäftigt und dabei tief erfahren, dass sich unsere Stimme entwickelt, wenn wir mit etwas verbunden sind, das ich als Lebensstrom oder als Sog bezeichne. Wenn wir uns diesem Strom anvertrauen können, kommen wir in Kontakt mit einer Kraft, die uns nährt, die uns trägt und die uns zugleich mit unserem eigenen Potenzial und unserer Lebendigkeit verbindet.
Genau diesen Lebensstrom möchte ich auch in meine zukünftigen Räume mitnehmen – nicht über die Stimme, sondern als innere Erfahrung. Diesem Sog, diesem Lebensstrom zu begegnen, soll auch in dem Begegnungs- und Bewusstheitsraum, den ich Menschen künftig anbieten möchte, eine zentrale Rolle spielen.
Wir kommen in Kontakt mit einer Kraft, die uns nährt, die uns trägt und die uns zugleich mit unserem eigenen Potenzial und unserer Lebendigkeit verbindet.
- Deborah Betschart
Was dem freien Fliessen im Weg stehen kann
Gemeinsam werden wir erforschen, was diesem freien Fliessen möglicherweise noch im Weg steht.
Wo gibt es Themen, Glaubenssätze, Prägungen oder alte Erfahrungen, die ein klares Sehen und Spüren des Lebensstroms verhindern oder zeitweise blockieren?
Wo halten wir uns selbst noch zurück?
Und was möchte in uns lebendiger werden?
Mein eigener Entwicklungsweg
Auf meinem eigenen Entwicklungsweg gab und gibt es immer wieder Momente, in denen ich tief erschüttert darüber bin, wie wir Menschen miteinander umgehen – und wie weit wir oft noch von wirklicher Echtheit und Authentizität entfernt sind.
Gleichzeitig ist das so verständlich. Viele von uns sind in einem Umfeld gross geworden, in dem das, was wirklich in uns lebendig war – unsere Gefühle, Bedürfnisse, Ängste, Sehnsüchte und inneren Wahrheiten – nur wenig oder gar keinen Raum bekommen hat. Wenn wir als Kinder nicht selbstverständlich erfahren haben, dass wir uns mit all dem zeigen dürfen, dann ist es nur logisch, dass wir es auch später im Leben nicht einfach selbstverständlich ausdrücken können.
Vielleicht beginnt genau hier ein wesentlicher Teil unserer Entwicklung und auch unserer Heilung: diese Fähigkeit nach und nach auszubilden – fast wie ein Organ, das lange wenig benutzt wurde und wieder lebendig werden darf. Zu lernen, uns selbst wirklich wahrzunehmen, dem Inneren Sprache zu geben und immer mutiger mit dem sichtbar zu werden, was tatsächlich in uns ist.
Meine Arbeit heute
In den vielen Jahren meiner Arbeit habe ich immer deutlicher gespürt, wie viel Freude es mir macht, Menschen mit ihrem eigenen Potenzial in Verbindung zu bringen.
Ich sehe darin auch eine besondere Begabung von mir: Menschen auf ihrem Weg in mehr Lebendigkeit zu begleiten, sie dabei zu unterstützen, sich selbst tiefer wahrzunehmen und gemeinsam mit ihnen diesen inneren Weg zu gehen.
Entfaltung braucht Raum
Für mich hat dieser Weg etwas von einer Entfaltung: wie eine Raupe, die nicht mit Gewalt zum Schmetterling werden kann, sondern Zeit, Raum und die richtigen Bedingungen braucht, damit etwas, das längst in ihr angelegt ist, sich zeigen kann. Genau diesem Prozess möchte ich Raum geben – der Bewegung hin zu mehr Echtheit, Authentizität und lebendigem Menschsein.
Ich freue mich sehr darauf, in Zukunft neben meiner Gesangsschule auch diesen Raum für meine Mitmenschen zu öffnen – einen Raum für Begegnung, Bewusstheit, Selbstbegegnung, Potenzialentfaltung und Lebendigkeit.
Und ich freue mich darauf, gemeinsam mit Menschen auf diese innere Reise zu gehen – nicht wissend, wohin sie uns führen wird, aber offen für das, was sich zeigen und entfalten möchte.