Was Freiklang ist
Was sich zeigen darf
Wenn Menschen in diesen Raum kommen, geschieht oft etwas sehr Berührendes.
Da ist eine tiefe Freude, eine Lebendigkeit – und gleichzeitig kann sich auch Traurigkeit zeigen.
Weil wir in Berührung kommen mit einem Ort in uns, der vielleicht lange nicht zugänglich war.
Oder vielleicht noch nie.
Und genau darin liegt eine tiefe Befreiung.
Ein Ankommen.
Ein Wieder-in-Verbindung-Kommen mit der eigenen Schöpferquelle, mit Visionen, mit Wünschen, mit einem Sehnen, das im Alltag oft keinen Raum bekommt.
Sie wird nicht mehr gemacht, nicht mehr produziert, sondern sie entsteht aus etwas Tieferem heraus - aus dem eigenen inneren Kern.
- Deborah Betschart
Die Mitte im Singen
Wenn wir uns auf den Weg machen, unserer Mitte im Singen zu begegnen, gehen wir in Kontakt mit der Ebene des Solarplexus.
Ein sehr kraftvoller Ort in uns, in dem viele Erfahrungen – auch aus unserer Vergangenheit – gespeichert sind.
Wenn wir uns diesem Raum annähern und beginnen, ihn wirklich zu spüren, kann sich vieles zeigen, das lange im Verborgenen gelegen hat.
Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder andere innere Bewegungen können auftauchen.
All das ist willkommen und darf da sein.
Es darf sich zeigen, ohne bewertet oder zurückgehalten zu werden.
Gerade dieses Sichtbarwerden ist bereits ein Teil der Befreiung.
Es ist einfach ein anderer Zugang.
Ein Weg von innen nach aussen.
- Deborah Betschart
Stimme, Bewegung, Wahrnehmung
Wir arbeiten dabei ganz einfach und konkret: über die Stimme, über Bewegung, über Wahrnehmung.
Wir üben, uns zu öffnen.
Und wir beginnen, unser Bewusstsein dafür zu verändern, dass der Ton nicht aus uns „herausgemacht“ werden muss, sondern dass er zu uns kommt.
Dass wir empfangen dürfen.
Und damit berühren wir etwas sehr Grundlegendes, denn wir sind als Menschen stark daran gewöhnt, zu tun, zu kontrollieren, zu leisten.
Hier entsteht eine andere Erfahrung:
ein Sich-Hingeben, ein Loslassen von Kontrolle, ein erstes Vertrauen.
Ein Weg von innen nach aussen
Dieser Weg steht nicht im Gegensatz zum professionellen Singen.
Im Gegenteil – er kann Menschen genauso auf Aufnahmeprüfungen vorbereiten oder Sängerinnen und Sänger in ihrer künstlerischen Arbeit begleiten.
Es ist einfach ein anderer Zugang.
Ein Weg von innen nach aussen.
Die Stimme wird dabei zu einem sehr feinen Spiegel.
Sie zeigt, wo noch Enge ist, wo Blockaden sitzen – und wo sich Weite entfalten darf.
Und ich empfinde eine tiefe Freude darin, Menschen auf diesem so wertvollen, sinnvollen und wunderschönen Weg zu begleiten.